6 Cent 6 Flüge

Dieser Trip kam zufällig zu Stande, als mich mein Zeitungsredakteur der Seite (Hagelkorn - Martin) über eine Ryan Air Flugaktion auf deren Website kurz vor Weihnachten aufmerksam gemacht hat. Die Fluggesellschaft hat bei Buchung am 22./23.12. Plätze für 1 Cent pro Flug angeboten. Da konnten wir beide gar nicht nein sagen und obwohl Martin schon eine Woche früher in Manchester zum Fußball war, entschloss er sich mich nach London für die drei Tage zu begleiten. Wenn ich wirklich nur einen Cent bezahlen wollte, musste ich Montag nach London und Mittwoch nach Altenburg (Leipzig) zurück fliegen.

Non-League Football ohne Nachweis

Dieser Trip kam zufällig zu Stande, als mich mein Zeitungsredakteur der Seite (Hagelkorn - Martin) über eine Ryan Air Flugaktion auf deren Website kurz vor Weihnachten aufmerksam gemacht hat. Die Fluggesellschaft hat bei Buchung am 22./23.12. Plätze für 1 Cent pro Flug angeboten. Da konnten wir beide gar nicht nein sagen und obwohl Martin schon eine Woche früher in Manchester zum Fußball war, entschloss er sich mich nach London für die drei Tage zu begleiten. Wenn ich wirklich nur einen Cent bezahlen wollte, musste ich Montag nach London und Mittwoch nach Altenburg (Leipzig) zurück fliegen. Dank Martin blieben mir sogar die Kreditkartengebühren erspart mit einer sogenannten virtuellen Kreditkarte im Netz und unsere Reise mit nur einem Handgepäck jeweils ermöglichte uns diese kostenlosen Flüge. Freundlicherweise hat er mir dann jeweils einen Flug zur Sicherheit Berlin-Frankfurt-London gebucht, falls der Leipziger ausfällt oder wenn ich ihn verpasse. Ergo hatte ich wirklich 6 Flüge für 6 Cent in der Tasche.

Tag 1 - 26.01.09 Non-League Football at its worst!

Um 07:45 Uhr ging mein Zug von Wittenberg über Leipzig nach Altenburg Bahnhof. Nachdem ich dort problemlos gegen 10 Uhr ankam hatte ich noch eine beruhigende Stunde Zeit, bis der Shuttle Bus zum Airport fuhr. Der Bus fährt auch ab Leipzig Hbf, aber da er von dort aus über 10¤ gekostet hätte und ich für den Zug deutlich weniger zahle, entschied ich mich für 3,50€ Variante ab Altenburg Bahnhof. Während der Stunde vertrieb ich mir die Zeit im örtlichen Bahnhof Center und las mein neus Buch "Manchester – a football history". Nachdem der Bus um 11 endlich kam, erreichte ich gegen viertel 12 den Airport von Altenburg. Sagen wir mal eine kleine Baracke mit einer Landebahn, wo immerhin pro Woche 6 Flüge landen und wieder abfliegen (3*Barcelona, 3*London). Nach dem sanften Check-In der in keinster Weise mit dem beim Rückflug von Stanstead zu vergleichen war, durfte ich gute zwei Stunden auf den Flieger warten, der wegen schlechter Wetterbedingungen über eine Stunde später aus England landete. Anschließend verlief alles problemlos und gegen 15 Uhr betrat ich nach 4 Monaten wieder englischen Fußballboden. Von Stanstead hatte ich mich diesmal erstmals für den Transport mit dem Terravision Shuttle Bus entschieden, welcher für 13 Pfund Return die preisgünstigere Variante zum Zug darstellt. Von London Liverpool Street Station ging es gegen halb 5 dann Richtung City erster Stopp Piccadilly Circus - Lillywhites Sports Store. Ach wie ich diesen Laden liebe, immer wenn ich in England bin ist entweder Sommer- oder Winterschlussverkauf. Man wird überrannt mit Sale Schildern, dass man einfach bei allem zugreifen muss, obwohl mein Rucksack bereits mit meiner Football Corner Tasche, meinem Buch und der Kamera gut gefüllt war, kaufte ich mir diverse Trikots. Ich meine bei einem originalen England Kit für 4,95 Pfund kann man auch nicht nein sagen und man versorgt gleich die ganze Familie damit. Dann war einige Zeit vergangen und ich muss mich schnell auf dem Weg in Richtung Hostel Check-In machen, weil es gäbe doch nichts schöneres als mit einem überfrachteten Backpacker Rucksack zu einem 6.Ligaspiel zu gehen und sich dumme Blicke von den Heimischen intoleranten Südlondonern einzufangen ;-). Da mein Stammhostel Nähe Campden Town aus irgendwelchem Grund belegt war, entschied ich mich für das St.Christopher's Inn von derselben Kette Nähe der London Bridge. Nachdem ich dort an der Station nach 15 min den richtigen Ausgang zur Borough High Street gefunden hatte, war ich binnen 5min Fußmarsch auf schon angekommen zum Sachen abladen. Ich meine für 15Pfund inkl. Frühstück ist ein 6-Mann Zimmer schon eine gute Alternative. Nur bewaffnet mit meiner Kamera und meiner FC Tasche ging es nach einem kurzen Stopp im Chicken Cottage Laden mit dem Bus direkt nach East Dulwich zum ersten Spiel des Trips, dem Blue Square South Conference Kick zwischen dem letztplatzierten Fisher Athletic und dem 12.Brainstree Town. Es klingt spannender als es war, aber dennoch eine Erfahrung wert. Fisher Athletic trägt derzeit seine Heimspiele beim örtlichen Klubnachbarn Dulwich Hamlet im Champion Hill (3,000 davon 500 Sitzpläte) aus, da das The Surrey Docks Stadium sich gerade im Umbau befindet. An der Station East Dulwich angekommen, fragte ich doch einen Einheimischen nach dem Weg zum Ground, jedoch war ihm der Klub Fisher Athletic kein Begriff er kenne nur ein kleines Stadion neben dem Tesco Supermarkt. Das sollte es dann auch sein, ich hatte zwar einen Plan zum Ground im Kopf, doch wollte zur Sicherheit nochmal nachfragen. Nach 5min Fußmarsch sah ich dann den großen Tesco und auch das Stadion. Nach ein paar Fotos von Außen, ging ich zum Drehkreuz und erklärte der netten Dame, dass ich doch Student sei, trotzdem sie nichts mit dem deutschen Ausweis anfangen konnte bekam ich für 5 statt 10 Pfund Zutritt, was auch noch ein stolzer Preis für die örtlichen Umstände darstellte. Mit der Kamera stellte ich mich für ein paar Fotos erstmal an das Geländer am Rasen äh Entschuldigung Acker. Kurz vor Anpfiff wollte ich mir dann noch wenigstens, da es nirgendwo einen Schal geschweige denn einen Pin vom Klub gab, ein Programmheft kaufen, was es durchaus theoretisch auch gab, nur war der Vorrat an Heften war bei den vielleicht 400 Zuschauern (wovon ca. 250 mindestens Anhänger der Gäste waren) am Spielort aufgebraucht, naja was bekommt man in England schon noch für einen Pfund. Am Ende blieben nur die Erinnerungen und Fotos vom Spiel über. Wer nicht will der hat schon, auf der Website wurde noch groß angepriesen, kommt und unterstützt unseren Verein in diesen schweren Zeiten, naja waren wohl eher pessimistisch. Das Spiel in einem Satz: man konnte erahnen warum der Heimverein Letzter war, ein schöner Spielzug der Gäste reichte in Halbzeit Eins zur Führung, in der zweiten Hälfte wurde sie nach einem Elfmetertor abgesichert zum 0-2 Endstand für Braintree Town. Während der ersten 45 Minuten war ich mehr damit beschäftigt mich mit einem Wiener Groundhopper zu unterhalten. Der nette Ösi erzählte mir von seinen vielen Stadionbesuchen, was deutlich interessanter als der eigentliche Kick war. Wenn du das liest und dich angesprochen fühlst, meld dich doch mal kurz bei mir zu blöd, dass wir nicht mal eine Mailadresse ausgetauscht haben! Zur Pause hatte er dann aber mit seiner Frau zusammen genug gesehen und trat den Weg in Richtung Hotel an. Währenddessen erreichte auch mein Mitfahrer Martin den Ground, dessen Flieger erst am Abend in Stanstead landete. Nach dem Abpfiff ging es durchgefroren Richtung Busstation zurück. Nach guten 40min Fahrzeit war es mittlerweise halb 11 am Abend. Für den nötigen Alkoholvorrat hatte ich bereits nach dem Check In im gegenüberliegenden Sainsbury Local gesorgt. Beim Aufgang zu unserem Zimmer trafen wir gut auf angetrunkene Holländer, die uns berichteten sie wären doch mit einer 90Mann starken Schulklasse heute im Hostel angekommen, schön nichts geht über laute betrunkene Orange =). Nach einem kleinen Schluck aus seinem Flachmann holten wir unseren Stoff, unser Ziel in möglichst kurzer Zeit auf denselben Pegel der ganzen Meute zu kommen. Nichts leichter als das, in der Chill-Out Lounge knallten wir unsere zwei 2Liter Cider und unsere 10er Carling Büchsen weg und gingen nach oben in die Bar, wo an diesem Abend australische Karaoke Party Foster 1Pfund das Pint war. Schön natürlich mussten wir da auch noch eins trinken, was wir wohl lieber hätten bleiben lassen. Übrigens der Durchgang der anscheinend keine Lüftung hatte stank sowohl nachmittags als auch abends nach Suff das einem gleich wieder schlecht wurde. Was soll man sagen die Schulklasse war lustig drauf, wir auch, schöner erster Abend. Kurz vor dem Hochgehen unterhielt ich mich noch hoch qualitativ mit Franzosen über Fußball, ja ich finde nur einen englischen Verein gut keinen Deutschen bla bla, nach einer Stunde hatten sie es dann auch begriffen. Währenddessen nutzte Martin schon mit mehreren Nickerchen die Zeit. Blöd nur, dass gegen 2 die Party zu Ende war, also gingen wir hoch und wollten nochmal in das ein oder andere Zimmer der Holländer, leider klappte das nicht so und nach einem kurzen Disput mit deren Lehrkräften stolperten wir wieder runter in unser Zimmer, wo wir natürlich überhaupt nicht die anderen Schlafgästen aufweckten.

Tag 2 - 27.01.09 - 4 von 10 Stadien

Mein Schlaf war gegen 7 bereits beendet, als Martin völlig aufgelöst schon diverse Zeit seine Geldbörse plus Handy vermisste, mitbekommen als er nach einem Toilettengang nicht mehr Zutritt zum Zimmer erhielt, irgendwie komisch ich dachte er wäre doch wieder mit reingekommen in der Nacht… Ich war gerade Mal in der Lage einen Schritt vor den anderen zu setzen und dann gleich solch schwierige Probleme. Oben im Zimmer geguckt, auf dem Flur nichts, nach 10min kam die Idee das Handy doch mal anzurufen kein Klingeln. Unten an der Rezeption nach gefunden Geldbörsen und Handys gefragt, sie hatten nur 3-4 Geldbörsen und 2 Handys, aber nicht das Richtige, waren die denn alle besoffen ;-). Auf jeden Fall bewährte sich wieder die Weisheit, dass man auch im betrunkensten Zustand seine Wertsachen gut verstaut, nachdem Martin nochmals unten alles ablief und völlig verzweifelt schien, obwohl die Spurs Tickets für das Abendspiel noch da waren =), erzählte ich ihm erst mal wo die Sachen überhaupt liegen könnten bzw. wo wir alles waren vergangene Nacht. Dann versuchte ich im Zimmer nochmals sein Handy anzurufen und siehe da es klingelte nach einer halben Ewigkeit aus seinem Rucksack, gut verstaut also die Sachen. Bis halb 10 wurde dann weitergeschlafen und anschließend ging es mit vollem Elan in den neuen Tag mit einem Frühstück in der Bar. In Anlehnung an den alle Londoner Fußballstadien an einem Tag Guide von der fußballinengland Website, wollten wir wenigstens unseren Stadionstand vervollständigen, doch uns wurde schnell klar, dass unsere knapp 10 angestrebten Stadien in der Zeit inklusive Shopping und vor allem in unserem Zustand nicht realistisch war. Von Stunde zu Stunde korrigierten wir unseren Plan, doch immerhin erste Station Millwall. Mit einem normalen Tagesticket für alle 6 Zonen a 7,50 Pfund (weil bei der Oyster Card nicht jede National Rail gefahren werden kann), ging es von London Bridge zum New Den, den wir gegen halb 12 erreichten. Entlang des durch Kameras und hohen Zäunen abgesicherten Auswärtsfanweg ging es zum Ground. Nach einem kurzen Millwallshop Besuch und dem obligatorischen Schal plus Pin Kauf ging es einmal rund ums Den, wo wir die Auswärtsbusse für das Spiel gegen Hereford begutachten konnten, als sie gerade startklar gemacht wurden. Auf dem Rückweg wollten wir am Drehort der letzten Schlacht aus dem Streifen „Football Factory“ vorbei und liefen nach dem beängstigten Weg zurück vorbei an heruntergekommene Werkstätten zur Tube Station. Von dort aus ging es weiter mit derselben National Rail Linie zur Selhurst Station, welche wir nach 30min Fahrzeit erreichten. Nach dem 10-minütigen Fußmarsch zum Ground des Championship Klubs Crystal Palace, liefen wir zunächst am Stadion vorbei, um endlich etwas Trink-und Essbares gegen die Übelkeit im danebengelegenen Tesco zu erstehen. Es gibt doch nichts schöneres, als einen warmen Chicken Mushroom Pie ;-) und einem 6er Dr.Pepper Cola zum Preis von einer Büchse. Gestärkt ging es dann zum kurzen Einkauf in den Palace Shop. Anschließend wollten wir doch allen Ernstes fragen, ob wir nicht durch eines der offen stehenden Tore zum Stadion treten dürften, um ein Foto vom Inneren des Selhurst Parks zu machen. Anstatt dies einfach zu tun, fragten wir einen Mann, keine Ahnung vielleicht den Klomann, er sagte zu uns, das dies nicht möglich ist, wir sollten doch Samstag zum Spiel kommen, da dürften wir es sicher. Das war uns auch klar, dass wenn ich Samstag das Spiel besuche ich den Ground von Innen sehen… Wozu sind dann die Tore sperrangel weit offen, dass das Personal nicht den Schlüssel rausholen muss zum Öffnen oder dass das an den Seiten offene Stadion gelüftet wird? Ich weiss es nicht! Nach einer guten Stunde waren wir dann wieder in der City, schließlich wollte sich Martin auch noch mit Textilien im Lillywhites einkleiden. Bevor wir wieder zum Hostel zurückfuhren um die erstandenen Produkte abzuliefern, besuchten wir noch den Soccer Scene Laden, dem wohl bekanntesten Fußballladen Londons in der Carnaby Street. Leider hatten sie das QPR Retro Kit mit Guinness Werbung vorne drauf nur noch in der L da und das war zu klein, so ein Mist aber auch. Dafür musste eine neue Manutd Jacke herhalten. Von London Bridge ging es dann in Richtung Liverpool Street, da wir noch knapp Zeit hatten den Ground von Leyton Orient zu besuchen, fuhren wir zunächst raus in den Osten zur Tube Station Leyton. Von dort aus 10min zu laufen bis zum Ground des 3.Ligisten. Ein eigenartiges Stadion, so viel ist sicher, aber muss man denn da gleich hupen wenn man zwei Leute mit der Kamera knipsend vorm Mainstand stehend sieht? Zurück in Liverpool Street, stellten wir fest, es wird knapp um pünktlich zur White Hart Lane zu gelangen. 20:00 Uhr war Anpfiff des Abstiegsduells zwischen den Spurs und den Potters. 19:00 Uhr blickten wir auf die große Zugabfahrtstafel, um zu sehen, dass der nächste Zug zum Stadion erst 19:17 fährt. wenn keine gute Organisation ist, alle 20min einen Zug kurz vor Spielanpfiff fahren zu lassen. Anders ist die White Hart Lane eher bescheiden zu erreichen, ohne 30min Fußmarsch. Ich sah, dass der Zug, der 18:57 abfahren sollte noch da stand, rief Martin zu, er solle doch mir hinterherrennen, ich bemerkte als ich im Zug stand es war nicht erfolgreich diese Aktion. Also stand ich dichtgedrängt alleine im Zug zur White Hart Lane, Martin nahm den erwähnten Zug und war somit erst 10 min vor Anpfiff an den Turnstiles. Die Zeit vertrieb ich mich mit Besuchen der Merchandising Buden und dem Shop, tatsächlich wurde ich fündig, neben dem normalen Klubanstecker, fand ich den Matchday Pin vom Spiel gegen Reading im April 2007, wo ich mir auf dem Schwarzmarkt vor Ort noch ein Ticket geleistet hatte. Martin hatte für uns zwei Karten a 35 Pfund für den East Stand besorgt ziemlich mittig 6.Reihe von unten. Super Sicht, nur ein Haken, ich wusste schon warum ich gegen PSV im Oberrang saß, flacher Unterrang = Quetschung für meine Beine, wie schon damals gegen Reading, zum Glück war ausverkauft und der neben mir sitzende Dauerkarteninhaber, hatte noch ein paar mehr Kilo auf den Rippen als ich. Also musste ich meinen rechten Fuß durch den Sitz des Vordermanns quetschen und eine Reihe weiter unten abstellen, um einigermaßen verkeilt sitzen zu können und vor Allem aufpassen, dass er bei einem Tor nicht früher aufspringt, als ich und mir dann mein Bein bricht. Die erste Halbzeit war gut, Tottenham auf dem Vormarsch, drei Tore binnen kürzester Zeit durch Lennon, Defoe und Dawson und der Auswärtsanhang von Stoke war erst mal gesättigt. Es war trotzdem nett immer wieder einen Blick rüber zu der Schnittstelle zwischen Spurs Fanblock und Away Sektor zu werfen, komisch, dass Aufforderungen das Pöbeln im Stehen der Spurs Supporter gegenüber den Potters zu unterlassen, nicht so richtig realisiert wurden. Nach einer mäßigen 2.Hälfte und dem 3-1 Anschluss der Gäste, die mit mehreren solcher Vorstellungen sicher wieder runter gehen, stand der erste Sieg in der Liga seit dem Spiel gegen West Ham am 8.Dezember zu Buche. Unser Vorhaben, die Spieler beim Verlassen des Stadion zu sehen stoppten wir wieder und wir liefen stattdessen ca. 25min unterbrochen durch einen Essensstopp zur Seven Sisters Station, um von da aus wieder zur London Bridge zu fahren. Da wir noch genug vom gestrigen Abend hatten, beließen wir es bei ein paar Bieren und legten uns gegen halb 3 schlafen. Tag 3 - 28.01.09: Ich stopfe mein Handgepäck in die Form! Lange genug, weil mein Rückflug bereits 09:45 Uhr ging und ich kurz nach 6 bereits das Hostel verlassen musste. Das Aufstehen funktionierte auch recht gut, bis das ich fast auf einen weiteren Schlafgast getreten wäre, ein 7.Gast in unseren 6-Mann Zimmer lag zwischen den Doppelbetten auf dem Fußboden und grinste sich im Schlaf einen ab, nehmt den Kindern die Drogen weg! Ich war pünktlich an der Liverpool Street Station und mein Terravision Shuttle brachte mich auch ohne größeren Stau bis um 8 zurück zum Stanstead Airport, ich weiss nicht wie er das geschafft hat bei dem Verkehr, ich habe geschlafen. Die letzte Hürde vor dem Flug, der Gepäck Kontrolle, ich bekam es zugegebenermaßen ein wenig mit der Angst, als ich am Eingang der Wartezone neben dem Kontrolleur eine Waage und eine Passform sah, wo mein Handgepäckstück reinpassen sollte. 10kg das Limit, ich wollte gerade zu wetten es würde mehr sein, 8,5kg puh Glück gehabt. Jetzt waren Quetschqualitäten gefragt, wie bekomme ich meinen großen mit neuen Klamotten vollgestopften Rucksack nur in diese Passform. Erster Versuch schlug fehl Mist, es klemmte an den Seiten, zweiter Versuch drei Walkers Chipstüten raus, die wollte ich eh erst im Hostel lassen… Und tatsächlich ich bekam den Rucksack in die Form, doch nur die Mühe wieder raus, naja außer einer Bemerkung des netten Kontrolleurs nächstes Mal kleinerer Rucksack, JA natürlich, durfte ich passieren und verprasste die letzten Pfunde nach alter Tripmanier mit dem Kauf eines Strawberry&Cream Shake with Cream venti für 3,90 Pfund bei Starbucks, das hat schon Tradition! Das wirklich letzte Geld ging dann für die aktuelle When Saturday Comes Ausgabe (mein Abo lief im Dezember ab und habe es erst zum Februar wieder erneuert) und eine Daily Sports drauf. Pünktlich landete der Flieger wieder in Altenburg, von da aus den bekannten Weg zurück nach Wittenberg. Nach 11h Stunden auf den Beinen war ich dann wieder in der Heimat. Fazit: Fußballtrips nach England sind eigentlich nie Entspannungsurlaub, zumindest nicht für mich, zu viel Alkohol, Stadien, Fußball, Laufen. Deshalb als Tipp nehmt euch nach eurem Urlaub, noch ein paar weitere Tage frei, um euch vom Urlaub zu erholen! ;-) Und wenn ihr Nachweise wie vielleicht sogar ein Programmheft von eurem Non-League Footballmatch mitbringen wollt, dann seid am besten schon 1h vor Anpfiff vor Ort, die Hefte könnten knapp werden.

Kostenpunkt: Flug+ Übernachtung+ Transport+ Tickets ca. 100 Euro exklusive Trinken/Souvenirs

Bis zum nächsten Mal Great Britain

Cheers

Erikjo

The End.

Informationen

  • Von: Dienstag, 27 Januar 2009
  • Bis: Mittwoch, 28 Januar 2009
  • Besuchte Spiele:

    Fisher Athletic - Braintree Town 0-2
    im Champion Hill (London-England)

    Tottenham - Stoke City 3-1
    an der White Hart Lane (London-England)

  • Städte: London
  • Verkehrsmittel: Flug
  • Reisende: Martin S., Erik
Erik Kunert

Erik ist der Gründer von Football Flight. Seit der Saison 2005/06 bereist er mit alten und neuen Freunden Stadien, Land und Leute in ganz Großbritannien und Irland. Außerdem ist er Mitgründer des Against Modern Football Blogs "The Sloop John B." und Vorsitzender des einzigen offiziellen deutschsprachigen Manchester United Fanclubs.